Medizinisches Versorgungszentrum GmbH

Sehen Sie im Untermen√ľ mehr Leistungsangebote unserer Praxis.

Gesundheitsvorsorge

Vorsorgetermine Kinder

pfeil_d-rot  Übersicht der Termine bis zum 18. Lebensjahr

 

Vorsorgetermine Erwachsene
pfeil_d-rot   ab 20 Jahren: weibl. Genitalorgane pfeil_d-rot  ab 45 Jahren: männl. Genitalorgane
pfeil_d-rot  ab 30 Jahren: Brustkrebs pfeil_d-rot  ab 50 Jahren: 1. Darm / Brust
pfeil_d-rot  ab 35 Jahren: check up pfeil_d-rot  ab 55 Jahren: 2. Darm
pfeil_d-rot  ab 35 Jahren: Hautkrebs  

Wirkliche Gesundheit bis ins hohe Alter ist kein Zufall. Wirkliche Gesundheit ist das Ergebnis von Gesundheitsvorsorge, also wohl√ľberlegten Ma√ünahmen, die Krankheiten verhindern sollen und die jeder selbstverantwortlich f√ľr sich und seinen K√∂rper ergreifen kann. Gesundheitspr√§vention macht Spa√ü, vor allem, wenn sich das Wohlbefinden, die Leistungsf√§higkeit und die Ausstrahlung damit merklich erh√∂hen und verbessern lassen und sich gleichzeitig kleinere Gesundheitsproblemchen in Luft aufl√∂sen.

Die gesetzlichen Krankenkasse bieten Ihren Mitgliedern eine zweijährige Vorsorgeuntersuchung bestehend aus zwei Teilen:

  • ¬†Laboruntersuchung (Blutzucker, Gesamtcholesterin, Urinuntersuchung)
  • ¬†K√∂rperliche Untersuchung

Die Gesundheitsvorsorge wird anschlie√üend in einem ausf√ľhrlichen Gespr√§ch unter Einbeziehung der Krankengeschichte und der Ergebnissen der Untersuchungen abgeschlossen. Dar√ľber hinaus √ľberpr√ľfen wir Ihren Impfstatus.

Zus√§tzliche Gesundheitsleistungen sind, auch wenn sie sinnvoll und w√ľnschenswert sind, von den gesetzlichen Krankenkasse nicht in den Vorgaben des Gesundheitsvorsorgekataloges enthalten.

M√∂chten sie¬†mehr f√ľr sich und Ihre Gesundheit tun?

Dann empfehlen wir unsere individuellen Gesundheits- check ups und Vorsorgeprogramm. Hier bieten wir Ihnen, an den Schwachstellen Ihrer gesundheitlichen Versorgung durch die gesetzlichen Krankenkasse, anzusetzen.

Z.b. Ihre individuelle Infarktrisiko – Analyse

Wir erstellen Ihnen Ihre individuelle Herzinfarktrisiko-Analyse, basierend auf der Grundlage der Procam-Studie

Die Procam-Studie M√ľnster wurde zur Berechnung des individuellen Risikos eines Herzinfarktes in den n√§chsten 10 Jahren durchgef√ľhrt. Neben den Herzkranzgef√§√üen leiden aber auch andere Gef√§√üsysteme. Da der Herzinfarkt¬† neben den Krebserkrankungen die h√§ufigste Todesursache darstellt, ist die Risikoberechnung eine wichtige Erg√§nzung Ihrer Gesundheitsvorsorge. Ein hohes Infarktrisiko kann durch Eigenverantwortung und durch eine gute medizinische Bertreuung verringert und somit ein Infarkt verhindert werden.

 

Ab 20 Jahren: Fr√ľherkennung Geb√§rmutterhalskrebs und Krebserkrankung des Genitales

Einmalig im Alter von 20 bis 22 Jahren:

  • Beratung zur Fr√ľherkennung von Geb√§rmutterhalskrebs

Jährlich:

  • Aamnese (Erhebung der medizinischen Vorgeschichte der Patientin)
  • Untersuchung der Geschlechtsorgane
  • Gewebeabstrich vom Muttermund und aus dem Geb√§rmutterhalskanal;
  • im Anschluss mikroskopische Untersuchung der Zellen
  • Beratung zum Untersuchungsergebnis

 

Ab 30 Jahren: Fr√ľherkennung Brustkrebs

jährlich:

  • Abtasten der Brust und der √∂rtlichen Lymphknoten (Achselh√∂hlen)
  • Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust

 

Check-up 35: Fr√ľherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen

alle zwei Jahre:

  • Anamnese (Erhebung der medizinischen Vorgeschichte der Patientin/des Patienten)
  • k√∂rperliche Untersuchung
  • Kontrolle des Cholesterins und des Blutzuckers
  • Kontrolle des Urins
  • Beratung zum Untersuchungsergebnis

 

Ab 35 Jahren: Fr√ľherkennung Hautkrebs

alle zwei Jahre:

  • Anamnese (Erhebung der medizinischen Vorgeschichte der Patientin/des Patienten)
  • Untersuchung der gesamten Haut
  • Beratung zum Untersuchungsergebnis

 

Ab 45 Jahren: Fr√ľherkennung Krebserkrankungen der Prostata und des √§u√üeren Genitales

jährlich:

  • Anamnese (Erhebung der medizinischen Vorgeschichte der Patientin/des Patienten)
  • Inspektion und Abtasten der √§u√üeren Geschlechtsorgane
  • Enddarmaustastung zur Untersuchung der Prostata
  • Untersuchung √∂rtlicher Lymphknoten
  • Beratung zum Untersuchungsergebnis

 

Ab 50 Jahren: Darm/Brustkrebs

Fr√ľherkennung Darmkrebs f√ľr Frauen und M√§nner

jährlich:

  • Test auf nicht sichtbares (okkultes Blut im Stuhl
  • Beratung √ľber Ziel und Zweck des Darmkrebs-Fr√ľhuntersuchungsprogramms

 

Fr√ľherkennung Brustkrebs – Mammographie-Screening

alle zwei Jahre bis zum Ende des 70. Lebensjahres (Sie werden per Post zur Untersuchung eingeladen):

  • Gezielte Anamnese (Erhebung der medizinischen Vorgeschichte der Patientin)
  • R√∂ntgen-Untersuchung (Mammographie-Screening) der Brust
  • Information √ľber das Untersuchungsergebnis.

 

Ab 55 Jahren: Darmkrebs

Fr√ľh erkannt hei√üt meist besser heilbar!

Auch der Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs (der Arzt spricht von kolorektalen Karzinomen), der in Deutschland die zweith√§ufigste Krebstodesursache ist, hat durch Fr√ľherkennung viel von seinem bisherigen Schrecken eingeb√ľ√üt.

Das neukonzipierte Programm zur Fr√ľherkennung kolorektaler Karzinome bietet nunmehr mit dem zus√§tzlichen Angebot der Darmspiegelung (Koloskopie) die Chance, bereits Vorstufen von Krebs zu entdecken und zu entfernen, so dass Krebs gar nicht mehr erst entstehen muss.

Es werden ab jetzt zwei verschiedene Untersuchungsmethoden der Fr√ľherkennung angeboten. Vielleicht haben Sie sogar schon davon geh√∂rt bzw. haben schon eine mitgemacht.

 

Der Papierstreifentest (Okkultblut-Test)

Hierbei wird der Stuhlgang √ľber drei Tage auf minimale, mit dem Auge nicht sichtbare, Blutspuren untersucht. Sie m√ľssen zu Hause eine kleine Stuhlprobe auf einen vorgefertigten Teststreifen (den Sie vorher von Ihrem Arzt erhalten) aufbringen und diese dann in Ihrer Arztpraxis abgeben. Das Labor kann dann selbst kleinste Blutbeimengungen im Stuhl feststellen, was auf einen m√∂glichen Dickdarmkrebs hinweisen kann.

Womit wir bereits beim Problem wären: Der Papierstreifentest ist nicht perfekt.

Blutspuren im Stuhl können viele Ursachen haben!
Wie z. B. Blutungen aus H√§morrhoiden (ein positiver Test ist jedoch selbst bei blutenden H√§morrhoiden meist ein Hinweis auf eine andere Blutung im Magen-Darm-Bereich und nicht auf die H√§morrhoiden). Und manchmal zeigt der Test nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln (z. B. manchen Gem√ľsearten, Fleisch) und Medikamenten (Eisentabletten, Aspirin, Vitamin C etc.) f√§lschlicherweise die gleiche Reaktion wie bei Blutspuren an, obwohl kein Blut im Stuhl ist.

Ein negativer Test, d. h. kein Blutnachweis im Stuhl, ist auch kein sicherer Beweis, dass kein Dickdarmkrebs vorliegt, denn ein Tumor kann, muss aber nicht immer bluten.

Daher sollten Sie wissen:
Auch mit einem unauff√§lligen Testergebnis gilt es, auf Auff√§lligkeiten beim Stuhlgang zu achten ‚Äď insbesondere auf sichtbare Blutspuren ‚Äď, aber auch auf neu aufgetretenen Durchfall oder Verstopfung. Dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Trotzdem bleibt diese einfache Testart eine sinnvolle Einrichtung zur unkomplizierten aber eben auch st√∂ranf√§lligen Fr√ľherkennung eines Dickdarmkrebses. Vorausgesetzt, man h√§lt sich an den j√§hrlichen Turnus ab dem 50. Lebensjahr.

Statistiken haben gezeigt, dass ‚Äď bei j√§hrlicher Teilnahme ‚Äď gemessen √ľber einen Zeitraum von 10 Jahren, bei jedem dritten Teilnehmer ein positives Testergebnis zu finden ist. Positives Testergebnis hei√üt, dass Blut im Stuhl festgestellt wurde. Das hei√üt aber nicht zwangsl√§ufig, dass Darmkrebs die Ursache daf√ľr ist. Meist sind es andere Dinge ‚Äď siehe oben ‚Äď, die zu einem solchen Befund f√ľhren. Dennoch muss in einem solchen Fall eine Darmspiegelung zur Abkl√§rung durchgef√ľhrt werden. Meistens stellt sich dann heraus, dass kein Darmkrebs vorliegt und alles in Ordnung ist.

Ab dem Alter von 55 Jahren nimmt die Häufigkeit von Darmkrebs deutlich zu.

 

Der Papierstreifentest mit seiner Schw√§che, nicht jeden Krebs zu entdecken, kommt diesem erh√∂htem Risiko nur ungen√ľgend nach. Die Krankenkassen bieten dazu eine genauere, deutlich verl√§sslichere Fr√ľherkennungsmethode an:

Die Darmspiegelung (Koloskopie)

Diese Art der Fr√ľherkennung umfasst eine genaue und vollst√§ndige Untersuchung des gesamten Dickdarms, wobei sogar sehr fr√ľhe Vorstadien(die sog. Polypen) eines m√∂glichen Dickdarmkrebses festgestellt und entfernt werden k√∂nnen. Es dauert mindestens 5 bis 10 Jahre bis aus Polypen Krebs entstehen kann. Bis zum Wachstum des Dickdarmkrebs und ersten Auftreten von Beschwerden k√∂nnen dann nochmals bis zu 10 Jahre vergehen.

Darum reicht auch eine Darmspiegelung alle 10 Jahre, um eine mögliche Krebsentwicklung rechtzeitig zu erkennen.

Bereits w√§hrend der Untersuchung lassen sich alle Vor- und Fr√ľhstadien restlos abtragen: Hier kann dann kein Krebs mehr entstehen.

Diese hohe Sicherheit hat leider auch ihre Kehrseite. Die Untersuchung ist unangenehm und manchmal schmerzhaft.

Das Untersuchungsinstrument, ein Koloskop, ist ein d√ľnner, biegsamer Schlauch und wird in Ihren After eingef√ľhrt und im Darm St√ľck f√ľr St√ľck hochgef√ľhrt. An der Spitze des Schlauchs befindet sich eine Art winzige ‚ÄěKamera“ mit der Ihr Arzt den gesamten Darm schrittweise untersuchen kann. Mit einer kleinen Schlinge k√∂nnen die bereits genannten Polypen bei der Untersuchung unkompliziert entfernt werden.

Selbstverst√§ndlich muss Ihr Darm f√ľr diese Untersuchung vollst√§ndig entleert sein. Dazu m√ľssen Sie eine Woche vor der Untersuchung auf schwere Kost verzichten und einen Tag vor der Untersuchung ein Abf√ľhrmittel einnehmen. Ein Einlauf, kurz vor der Untersuchung, ist nur dann notwendig, wenn Ihr Darm nicht restlos entleert ist. Hier kommt es also auf Ihre gute Vorbereitung und Mitarbeit an.

Wie Sie sich denken k√∂nnen, birgt die Darmspiegelung nat√ľrlich ein gewisses Risiko.

Das Untersuchungsinstrument kann manchmal leichte Blutungen erzeugen. In ganz, ganz seltenen F√§llen kann es zu lebensbedrohlichen, mitunter t√∂dlichen Komplikationen wie dem Durchstechen des Darms kommen. Fachleute sch√§tzen dieses Risiko mit 1:10.000 ein. Im Vergleich zum Risiko ohne Fr√ľherkennung an Darmkrebs zu sterben, ist dies ein kleines Risiko. Denn ab einem Alter von 55 Jahren betr√§gt das Risiko in den n√§chsten 25 Jahren an einem Darmkrebs zu sterben 1:33, also einer von 33 Personen stirbt daran.

 

√úbersicht √ľber die von den Krankenkassen angebotenen Darmkrebsfr√ľherkennungsuntersuchungen:

Alter Art Turnus Vorteil Nachteil
50-54 Papierstreifentest jährlich einfache, unkomplizierte Handhabung geringe Sicherheit, mit dem Alter steigendes Restrisiko
ab 55 Papierstreifentest nur, wenn das Koloskopieangebot nicht in Anspruch genommen wird 2-j√§hrlich einfache, unkomplizierte Handhabung nicht blutende oder kleine Karzinome werden m√∂gli-cherweise nicht erfasst; (Falsch-) positive Ergebnisse m√ľssen auch durch eine Darmspiegelung abgekl√§rt werden
ab 55 Darmspiegelung zweite Koloskopie 10 Jahre nach der ersten sehr große Sicherheit, Entfernung der Vorstufen von Darmkrebs aufwendige, eher unangenehme Untersuchung

Selbstverst√§ndlich ist es Ihnen √ľberlassen, welche Art der Fr√ľherkennung Sie ab dem 55. Lebensjahr w√§hlen. Lassen Sie sich hierzu nochmals in allen Einzelheiten von Ihrem Hausarzt ausf√ľhrlich beraten.

pfeil_d-rot¬† Wichtig ist nur, dass Sie √ľberhaupt die Chance ergreifen, Darmkrebs fr√ľh erkennen oder erst gar nicht entstehen zu lassen.

Generell gilt nat√ľrlich, dass Sie jede Art von Darmbeschwerden oder Blut im Stuhlgang auf dem direkten Weg Ihrem Arzt mitteilen, unabh√§ngig von den oben beschriebenen M√∂glichkeiten der Fr√ľherkennungen.

(Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung Hessen (12/2003)